Donnerstag, 22. März 2018

Top Ten Thursday #1

Heute bin ich zum ersten Mal beim Top Ten Thursday von Weltenwanderer dabei. Bei dieser Aktion geht es darum, jeweils eine Liste aus 10 Büchern zu einem bestimmten Thema zu erstellen.
Ich finde die Idee klasse - so kann ich euch auch mal Bücher zeigen, die schon länger in meinem Regal stehen und daher nicht ganz so viel Aufmerksamkeit erhalten, wie sie vielleicht verdient hätten.


Das heutige Thema lautet:

10 Bücher, die ein grünes Cover haben


N°1
Ein Weihnachtsmärchen - Charles Dickens 
Charles Dickens "Ein Weihnachtsmärchen" ist ein Klassiker, den ich schon lange lesen will. Ich hoffe, dass das dieses Jahr um die Weihnachtszeit dann endlich klappt. ☺

Vermutlich kennt jeder die Geschichte, oder hat zumindest schon einmal davon gehört:
"Ein Weihnachtsmärchen" handelt vom hartherzigen, geizigen Mr. Scrooge, der für seine Mitmenschen nur wenig übrig hat - bis ihm die drei Geister der Weihnacht einen Besuch abstatten. 

Ich freue mich schon sehr auf dieses Buch.

N°2
Der Geschmack von Apfelkernen - Katharina Hagena
Dieses Buch steht ehrlich gesagt nur in meinem Regal, weil das Cover so schön ist und im Regal meiner Mama (wo es eigentlich hingehört) überhaupt nicht zu Geltung kommt. 😄

So weit ich das dem Klappentext entnehmen kann, handelt es sich um eine Art Familiengeschichte. So etwas lese ich ab und zu ganz gern - deshalb schließe ich es nicht aus, dass ich dieses Buch vielleicht doch irgendwann mal lese (anstatt es nur als Deko-Objekt zu nutzen).

N°3
Die Legenden der Schattenjäger-Akademie - Cassandra Clare
"Die Legenden der Schattenjäger-Akademie" ist erst vor Kurzem hier bei mir eingezogen - und damit eines der wenigen Bücher von Cassandra Clare die ich noch nicht gelesen habe. 

Die Handlung des Buches spielt nach den Geschehnissen aus "City of Heavenly Fire" (dem letzten Band der Chroniken der Unterwelt) und verfolgt Simons weitere Geschichte.

N°4
Godspeed, Die Reise beginnt - Beth Revis
Auch "Godspeed" habe ich noch nicht gelesen. Der Klappentext klingt aber total spannend!

In "Godspeed" geht es um die 17-jährige Amy. Sie und ihre Eltern gehören zu den eingefrorenen Passagieren an Bord der Godspeed - dem Raumschiff, das sie zu einem entfernten Planeten bringen soll. Allerdings geht irgendetwas schief und Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet - was es damit auf sich hat, gilt es herauszufinden.

N°5
Harry Potter und die Kammer des Schreckens - J.K. Rowling
Ich glaube worum es in "Harry Potter" geht muss ich niemandem mehr erzählen. Nur so viel: ich liebe diese Buchreihe und auch die Filme schau´ ich mir regelmäßig an.


N°6
Wo die Nacht beginnt - Deborah Harkness
"Wo die Nacht beginnt" ist der zweite Teil der "All Souls"-Trilogie von Deborah Harkness - eine Reihe, die mir unfassbar gut gefallen hat!

In den Büchern geht es um die Historikerin Diana Bishop, in deren Adern das Blut eines alten Hexengeschlechts fließt und den Naturwissenschaftler Matthew Clairmont, der nicht nur unglaublich attraktiv ist, sondern auch ein 1500 Jahre alter Vampir.
- Ich weiß, das klingt als würde dieses Buch jedes Klischee bedienen. Aber dem ist nicht so! Diese Reihe hat mich total umgehauen. Der erste Band heißt übrigens "Die Seelen der Nacht".

N°7
Die Insel der besonderen Kinder - Ransom Riggs
Dieses Buch habe ich bereits gelesen - und geliebt. Auch der zweite Band hat mir unfassbar gut gefallen! Der dritte liegt allerdings noch auf meinem SuB - wird aber hoffentlich bald gelesen.
Übrigens kann ich auch die Buchverfilmung total empfehlen! Tim Burton hat da wirklich mal wieder ein Meisterwerk erschaffen. 

Ich weiß irgendwie gar nicht, wie ich die Handlung des Buches am besten zusammenfassen soll - am besten ihr lest euch da einfach mal den Klappentext durch. 

N°8
Nightmares, Die Stadt der Schlafwandler - Jason Segel & Kirsten Miller
"Die Stadt der Schlafwandler" ist der zweite Band der "Nightmares"-Trilogie - einer sehr schönen (aber auch ein wenig gruseligen) Kinderbuchreihe, die mir sehr gut gefallen hat.

In den Büchern geht es um den 12-jährigen Charlie und dessen Abenteuer in der Albtraumwelt.

N°9
City of Bones - Cassandra Clare
"City of Bones" ist der erste Band der "Chroniken der Unterwelt" - eine meiner absoluten Lieblingsreihen.

In der Buchreihe geht es um ... 
Okay nein, ich fange damit jetzt lieber nicht an. Lest bitte den Klappentext - sonst nimmt dieser Post hier kein Ende. 😄

N°10
Cassia & Ky, Die Flucht - Ally Condie
Okay, jetzt musste ich wirklich ein bisschen schummeln - dieses Buch ist nicht wirklich grün, aber ich besitze tatsächlich kaum grüne Bücher.

Es ist auch schon ewig her, dass ich die Reihe gelesen habe - deshalb weiß ich kaum noch, worum es geht. Ich weiß nur noch, dass ich die Bücher ganz gut gefunden habe und dass es sich um eine Jugend-Dystopie handelt. "Die Flucht" ist der zweite Band der Reihe - der erste heißt "Die Auswahl".


Habt ihr auch bei der Aktion mitgemacht? Dann lasst mir gern einen Link in den Kommentaren da!

Helena

Montag, 19. März 2018

Von Zugchaos und Messeerlebnissen ...

Am Wochenende war es wieder so weit: die Leipziger Buchmesse öffnete ihre Türen.
Natürlich konnte auch ich mir einen Besuch dort nicht entgehen lassen - und ein so schon wirklich aufregender Messetag wurde zu einem unerwarteten Abenteuer.

Voller Vorfreude machten wir uns also am Samstag morgen auf zur Messe - mit dem Auto auf einer Straße, die man vermutlich eher als Eisbahn hätte bezeichnen sollen. 
Gerade so einer Kollision mit einem anderen Auto entgangen (das ist kein Witz, der Hintern des anderen Autos hatte sich dazu entschlossen, die Fahrt lieber auf der Gegenfahrbahn fortzusetzen) kamen wir, glücklicherweise unbeschadet, am Bahnhof an.
Als wir dann endlich im Zug saßen, konnte ja eigentlich nichts mehr schief gehen - eigentlich. Kurz vor´m Leipziger Bahnhof blieben wir dann nämlich plötzlich stehen - warum wusste keiner, war aber auch egal denn irgendwann ging´s weiter. 
Auf dem Bahnhof herrschte das reinste Chaos, es fuhr kaum noch ein Zug. Also entschieden wir uns, die Straßenbahn zur Messe zu nehmen - genau wie gefühlt 1000 andere Menschen. Die Fahrt in der Straßenbahn war demnach eher weniger angenehm. Aber was soll´s, was tut man nicht alles für 5 Hallen vollgestopft mit Büchern.
Etwas verspätet trafen wir dann also auf der Messe ein - so weit, so gut. Am Vormittag war es auch noch recht angenehm, da nicht so viele Menschen da waren und man sich keine Sorgen machen musste, ertrampelt zu werden. ☺
Ehrlich gesagt war unsere Erkundungstour durch die Messehallen eher unkoordiniert (ich hatte vergessen, das Messeheft einzupacken) und ich habe das Gefühl, wir haben nur ein Drittel der Messe zu Gesicht bekommen.
Eine Überraschung erwartete mich allerdings am Stand des Drachenmond Verlages: Emily Thomsen war gerade da und signierte Bücher.
Da eines ihrer Bücher, nämlich "Medusas Fluch", sowieso auf meiner Wunschliste gelandet war, entschied ich mich natürlich dafür, es zu kaufen und gleich signieren zu lassen.



Zum Buch gab es noch ein total tolles Lesezeichen und Emily Thomsen hat mir eine sehr, sehr nette Widmung ins Buch geschrieben. ☺
Erstaunlicherweise war "Medusas Fluch" das einzige Buch was ich mir auf der Messe gekauft habe.

Gegen 13:00 Uhr haben wir uns dann in der Phantastik-Buchhandlung eingefunden. 13:30 Uhr sollte dort nämlich Kai Meyer signieren. Ich persönlich war noch nie bei einer Signierstunde - habe aber gelernt, dass es eine super Idee ist, sich eine halbe Stunde früher anzustellen! Wir hatten nämlich nur 5 Leutchen vor uns und hinter uns wuchs die Schlange ins Unermessliche. Noch dazu waren unsere Schlangen-Nachbarn ziemlich nett - wir hielten also ein interessantes Schwätzchen und die Wartezeit ging schnell rum.
Ich habe mir übrigens den ersten Band meiner Lieblingstrilogie von Kai Meyer signieren lassen, nämlich "Seide und Schwert" Teil eins der "Wolkenvolk-Trilogie".




Nach der Signierstunde hatte ich dann ein kleines Tief (okay, ein kleines großes Tief und das ging auch nicht mehr weg). Ich kann es wirklich niemandem empfehlen, einen Tag vor einer solchen Unternehmung zur Blutspende zu gehen - diese tolle Idee hatte ich nämlich.
Wir sind dann noch eine Weile durch die Messehallen gelatscht und haben uns schlussendlich (ca. gegen 15:00 Uhr) dafür entschieden, wieder nach Hause zu fahren - ich würde sagen, das war die beste Idee die wir je hatten.
Am Bahnhof herrschte nämlich nach wie vor Chaos: es fuhren kaum noch Züge und der Zug der uns zurück nach Dresden transportieren sollte, wurde an einem Gleis angezeigt, auf das laut Anzeige 3 Züge hätten gleichzeitig fahren müssen (ich bin natürlich kein Experte, aber ich nehme stark an, dass das nicht möglich ist 😄).
Irgendwann 1 1/2 Stunden später kam der Zug dann - das war allerdings noch nicht die Lösung des Problems. In den sollten jetzt nämlich Passagiere aus vier Zügen passen, eine nahezu unmögliche Angelegenheit (wie gesagt, ich bin kein Experte aber ...).
Wir hatten beim Einsteigen das riesen Glück, dass der Zug so hielt, dass die Tür direkt vor unserer Nase war - wir bekamen also noch einen Sitzplatz. Alle anderen mussten sich wie die Heringe im Stehen in den Zug quetschen. Natürlich wollte jeder rein - und so kam es, dass die Türen nicht mehr zugingen. 
Dem Zugführer schien das ziemlich schlechte Laune zu bereiten, denn er drohte den Passagieren nun mit der Bundespolizei - so weit ich weiß kam die dann auch.
Irgendwann fuhr der Zug dann aber doch noch los und wir waren froh, die Messe so früh verlassen zu haben - wer weiß ob wir später noch nach Hause gekommen wären.

Wie ihr seht, haben wir ein Messeticket gekauft und dafür mehr bekommen als uns lieb war. Ehrlich gesagt, war es mir das trotzdem wert und so unangenehm die Situation auch war, ein bisschen witzig war dieses Zugchaos trotzdem irgendwie. (Die Ursache war offenbar ein Weichenproblem. So weit ich weiß, waren die Weichen eingefroren - ich nach stundenlangem Stehen am Bahnhof übrigens auch.)

Um aber noch einmal ein abschließendes Wort über die Messe zu sagen (ich habe das Gefühl, mehr über Züge als über Bücher gesprochen zu haben): Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Besonders hat es mich natürlich gefreut, endlich mal ein paar Autorinnen bzw. Autoren in "live" zu sehen. Außerdem war es total spannend, die vielen Kostüme der Cosplayer zu begutachten! Allerdings sind die vielen Menschenmassen echt anstrengend - ich glaube im nächsten Jahr gehe ich lieber wieder am Donnerstag oder am Freitag, da ist nicht ganz so viel los.

Seid ihr auch auf der Leipziger Buchmesse gewesen? Wie hat es euch gefallen? Hat euch gar das Zugchaos erwischt? Erzählt´s mir gern in den Kommentaren!

Helena 

Sonntag, 18. März 2018

Artemis - Rezension


Informationen zum Buch
Titel: Artemis
Autor: Andy Weir
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 430

Meine Bewertung:     1/2


Klappentext
 Willkommen in Artemis!
Der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond. 
Einwohnerzahl: Zweitausend. 
Viele Millionäre, Wissenschaftler und Touristen.
Eine Kriminelle.

Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer. Und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und dann wird auch noch ihr Auftraggeber ermordet. Plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht, als das Schicksal von Artemis selbst.


Meine Meinung
Als ich erfahren habe, dass ein neues Buch von Andy Weir erscheint, wusste ich sofort: das muss ich lesen! 
Sein vorheriges Buch "Der Marsianer" habe ich geradezu verschlungen Deshalb war ich natürlich froh, Andy-Weir-Nachschub zu bekommen - und wurde nicht enttäuscht. ☺

Artemis - eine Stadt auf dem Mond und noch dazu eine wirklich toll gestaltete. Erstaunlicherweise hat es Andy Weir geschafft, dem Leser die Stadt Artemis so zu beschreiben, dass man sich Aufbau und Aussehen wirklich sehr gut vorstellen kann. Außerdem findet man vorn im Buch noch ein paar Karten - man ist also bestens ausgestattet, für seine Reise auf den Mond ... eine sehr unterhaltsame Reise.

Wer bereits "Der Marsianer" gelesen hat, der wird Andy Weirs Schreibstil kennen. Für die, die noch keines seiner Bücher gelesen haben (ihr verpasst etwas) werde ich einmal versuchen, diesen  Schreibstil in Worte zu fassen: wir sprechen hier von einem unverwechselbaren Humor, gepaart mit einer ständigen Gradwanderung zwischen ´solche Worte sollte man besser nicht in den Mund nehmen´ und ´irgendwie ist das jetzt gerade ganz sympathisch´
Ich würde also wirklich niemandem empfehlen, dieses Buch an Orten zu lesen, wo die Gefahr besteht, für ein lautes Auflachen pikierte Blicke zu kassieren. 😄 

Kommen wir aber endlich zu unserer Protagonistin: Jazz Bashara - diese Frau ist einfach der Wahnsinn.
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen Buchcharakter so unfassbar sympathisch gefunden habe. Jazz ist überaus intelligent aber irgendwie auch draufgängerisch - eine Kombination die offenbar perfekt zueinander passt. 
Was mir besonders gut gefallen hat war, dass sie den Leser im Laufe des Buches mehrmals direkt anspricht. So hat man zum einen das Gefühl, irgendwie mit in der Sache drin zu stecken und zum anderen ist es Andy Weir so wieder perfekt gelungen, wissenschaftliche Phänomene und Fakten zu erklären, ohne dass es langweilig wird.
Auch Jazz´ Entwicklung hat mich wirklich beeindruckt. Im Laufe der Geschichte beginnt man, sie mit anderen Augen zu sehen - dank der Chatverläufe zwischen ihr und einem Freund auf der Erde und auch aufgrund einiger Enthüllungen ihrerseits. Seite für Seite gewinnt der Charakter Jazz mehr und mehr an Tiefe - das ist wirklich sehr gut gelungen. Und auch unter den Nebencharakteren finden sich nur wenige, die ich nicht leiden konnte - besser konnte es mit mir und "Artemis" also eigentlich nicht laufen. 😄

Das Einzige, womit ich allerdings ein bisschen ein Problem hatte, war das Ende. Mir persönlich gefällt einfach nicht, wie die ganze Sache ausgeht. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass viele total zufrieden mit dem Ausgang der Geschichte sind - so etwas lässt sich immer schlecht pauschalisieren. Ich bereue es aber keinesfalls, das Buch gelesen zu haben!

Fazit
Wer "Der Marsianer" geliebt hat, der wird auch "Artemis" lieben.
Wer noch kein Buch von Andy Weir gelesen hat, der sollte das unbedingt nachholen! - Vielleicht ja sogar gleich mit "Artemis".

Hier geht´s zur Leseprobe und zum Buch


Vielen Dank an Randomhouse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 

☺ Helena