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Sonntag, 8. September 2019

Hanover´s Blind - Rezension


Informationen zum Buch 
Titel: Hanover´s Blind
Autorin: Kia Kahawa
Verlag: TWENTYSIX
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenanzahl: 188

Meine Bewertung: ★ ★ ★ 1/2


Klappentext
Adam will ein Leben, das man tanzt.
Keines, das lediglich die Wahl des geringsten Übels bedeutet.
Der Studienabbrecher ist auf der Suche nach dem, was andere haben: einen gleichberechtigen Platz in der Gesellschaft. Um endlich auf eigenen Beinen zu stehen, immigriert er in seine Traumstadt Hannover. Doch die Möglichkeiten, sich als Mensch mit Behinderung ein eigenständiges Leben aufzubauen, sind begrenzt. Er verheimlicht seine Sehbehinderung, ohne zu erkennen, dass er sich damit selbst die größten Hürden baut. Sein Neuanfang lehrt Adam das Lieben, Tanzen und das Scheitern.

Eine Erzählung über den Mut, sich von Erwartungen zu lösen und den eigenen Weg zu erkennen. Und über jene Dinge, die wir nicht sehen. Vielleicht sind das die Wichtigsten.

Meine Meinung 
Wie viele von euch inzwischen sicher mitbekommen haben, darf ich Bloggerbotschafterin für den DSPP sein. Deshalb wurden mir die 12 in meiner Kategorie nominierten Titel der Longlist zur Verfügung gestellt – und das Buch, um was es heute gehen soll, nämlich „Hanover´s Blind“ von Kia Kahawa, ist eines davon. Aber genug der Einleitung – starten wir endlich mit den wichtigen Dingen!
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist einfach, flüssig und lässt sich super lesen. Tatsächlich war die Geschichte sogar so gut geschrieben, dass ich das Buch an einem Abend direkt durchgelesen habe, obwohl ich eigentlich nur kurz reinlesen wollte.

Auch die Charaktere mochte ich total gern. Gut, ich muss zugeben … Adam zu mögen fiel mir zu Beginn ein wenig schwer. Er sagt nämlich direkt auf den ersten Seiten, dass er Mathematik liebt – und als er es dann auch noch WAGT zu sagen, dass Mathematik und Musik für ihn viel gemeinsam haben … da war es bei mir dann ganz vorbei! Nach dieser üblen Meinungsdifferenz konnte ich ihn dann aber doch irgendwie in mein Herz schließen – zumindest, nachdem ich den schlimmsten Schock überwunden hatte.
Johanna und Muriel hingegen mochte ich von Anfang an. Die beiden sind einfach super sympathisch!
Was Erik angeht … zu dem habe ich irgendwie nach wie vor keine richtige Meinung. Ich will nicht sagen, dass ich ihn nicht leiden kann, denn das ist definitiv nicht der Fall – aber ihn mögen, geschweige denn einen Bezug zu ihm aufbauen oder seine Handlungen nachvollziehen, konnte ich auch nicht.

Die Handlung war recht gut – nur muss ich leider zugeben: Ich hätte mir gewünscht, noch mehr von Adams Gefühlswelt und Sichtweise mitzubekommen. Die Handlung und die Charaktere hätte um einiges ausgearbeiteter und tiefgründiger sein können. Kia Kahawa spricht in ihrem Buch unglaublich wichtige Themen an – und grundsätzlich macht sie das auch sehr gut und einfühlsam … nur hat mir einfach irgendwas gefehlt. Das Buch hätte für mich einfach ein paar Seiten mehr gebraucht, um nachvollziehbar zu sein und dem Leser zu ermöglichen, sich in die Charaktere – und besonders Adam – einzufühlen.

Trotzdem war die Geschichte spannend und packend und dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe, verdeutlich das noch einmal  – man hätte sich nur einfach noch ein wenig mehr Zeit dafür nehmen müssen, die Handlung vollends auszuarbeiten. In der Autorin und dieser Geschichte steckt einfach so so viel Potenzial, dass ich es unglaublich schade finde, dass dieses nicht vollends ausgeschöpft wurde. Gerade deshalb unterstütze ich die Nominierung von „Hanover´s Blind“ aber sehr. Denn, für mich steht der DSPP nicht unbedingt dafür, dass ein ohnehin schon perfektes und in allen Punkten vollkommenes Buch ausgezeichnet wird (gibt es dieses Buch überhaupt?) – sondern vielmehr dafür, dass Potenzial erkannt und gefördert wird.

Da es sich um ein selbst publiziertes Buch handelt, will ich heute außerdem auch noch kurz auf die Gestaltung eingehen – die hat mir nämlich total gut gefallen. Das Cover ist schlicht, aber hübsch anzusehen und passt sehr gut zur Geschichte. Außerdem wurden die Titel jedes Kapitels auch in Blindenschrift dargestellt und es gab jeweils zu Beginn und am Ende des Buches einige schwarze Seiten – beides hat einen durchdachten Bezug zur Thematik der Geschichte und ja, so etwas schätze ich immer sehr.

Fazit
„Hanover´s Blind“ ist ein (Jugend-)Buch, was wichtige und aktuelle Thematiken anspricht. Und auch, wenn ich einige kleine Kritikpunkte habe, kann ich euch empfehlen, mal einen Blick hineinzuwerfen. Die Autorin handelt einfühlsam und regt zum Nachdenken an – und ich glaube, das können wir alle ab und an ganz gut gebrauchen.

Hier geht´s zum Buch

Vielen Dank an die Autorin und den DSPP für die Bereitstellung 
des Rezensionsexemplars!

☺ Helena

Sonntag, 26. Mai 2019

Mirage, Die Schattenprinzessin - Rezension


Informationen zum Buch
Titel: Mirage - Die Schattenprinzessin
Autorin: Somaiya Daud
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenanzahl: 364

Meine Bewertung: ★ ★ 1/2


Klappentext
In einer fernen Welt: Amanis Heimatplanet Cadiz ist seit Langem grausam unterdrückt vom Volk der Vath, das aus einer fremden Galaxie gekommen ist. Ausgerechnet am Festtag von Amanis Erwachsenwerden tauchen plötzlich Kampfroboter auf und entführen sie an den Hof des Vath-Königs. Als Amani dessen einzige Tochter sieht, versteht sie schlagartig, warum: Sie ähnelt Prinzessin Maram wie ein eineiiger Zwilling. Der perfide Plan: Die Prinzessin ist allgemein verhasst, also soll Amani in gefährlichen Situationen als ihr Double einspringen. Jeder Versuch, sich der tödlichen Aufgabe zu entziehen, wird im Keim erstickt. Amani ist verzweifelt – bis sie den ebenso gutaussehenden wie klugen Prinzen Idris trifft. Er scheint als einziger zu sehen, dass die Prinzessin verändert ist. Doch Idris ist niemand anderes als Marams Verlobter, und je näher Amani ihm kommt, desto gefährlicher wird ihr Spiel mit dem Feuer.

Meine Meinung
Gut, wo fange ich heute am besten an? Normalerweise fällt mir der Einstieg in eine Rezension immer ziemlich leicht - heute allerdings nicht. Denn ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich am besten vermitteln kann, wie mir "Mirage" gefallen hat. Prinzipiell fand ich es nämlich gut - umhauen konnte es mich aber trotzdem nicht.

Dass ich das Buch lesen will, wusste ich direkt, nachdem ich den Klappentext gelesen habe. Wie genial klingt der bitte? Ich persönlich stehe ja total auf solche Science-Fiction-Geschichten - und der SciFi-Aspekt, eingebaut in diese sehr orientalisch angehauchte Atmosphäre, ist ja mal der totale Wahnsinn!

Die Atmosphäre im Buch hat mir demnach wirklich extrem gut gefallen und war mal etwas ganz Neues. Bisher habe ich nämlich kein einziges Buch aus dem Genre Science Fiction gelesen, was gleichzeitig fast schon ein Märchen aus 1001 Nacht hätte sein können. Für mich persönlich hätte der SciFi-Anteil zwar fast noch ein bisschen höher sein können - aber das ist natürlich Geschmacksache.

Auch der Schreibstil der Autorin hat mir unglaublich gut gefallen. Ich liebe die Art, wie sie ihre Sätze aufbaut und gleichzeitig total flüssig schreibt. Man fliegt geradezu durch die Seiten! Allerdings muss ich leider sagen, dass mir alles viel zu wenig emotional war - und hier sind wir nun leider auch schon bei meinem größten Kritikpunkt angekommen.

Wenn ich sage, die Geschichte war wenig emotional, dann ist das nämlich irgendwie eine ziemliche Untertreibung. Vermutlich sollte ich eher sagen: Emotionen - gab´s nicht. Die Protagonistin wird entführt - oh ups, wie konnte das nur passieren? Egal, ist jetzt halt einfach so. Man nimmt ihr einen unglaublich wichtigen Teil ihres Glaubens - und es interessiert sie kaum, beziehungsweise werden dem Leser ihre Gefühle überhaupt nicht vermittelt. Dadurch fiel es mir unglaublich schwer, einen Bezug zu den Charakteren aufzubauen - mal ganz davon abgesehen, dass einige davon absolut unverständlich handeln. Bei Maram kam es mir beispielsweise die ganze Zeit so vor, als wäre sie nicht ein Charakter, sondern zwei. Natürlich ist es in Ordnung, wenn Charaktere unberechenbar handeln - aber wenn deren Verhalten irgendwann überhaupt nicht miteinander vereinbar ist und vollkommen an den Haaren herbeigezogen wirkt, dann ist da einfach irgendetwas falsch gelaufen!

Noch dazu ging mir einiges in der Geschichte viel zu schnell oder wurde schlicht gar nicht behandelt. In machen Situationen war ich total verwirrt, weil die Protagonistin Dinge wusste, die sie eigentlich gar nicht hätte wissen können, weil ich als Leserin nicht mitgenommen wurde, als sie davon erfahren oder etwas gelernt hat - als wären Lücken im Plot. Genauso ging es mir auch mit den Grausamkeiten, die Amani in Gefangenschaft wohl erdulden musste - tut mir ja leid für sie, aber ich war nicht wirklich dabei.

Außerdem muss ich leider sagen, dass die Geschichte sehr vorhersehbar war - und das Ende, man oh man, das hat mir ja überhaupt nicht gefallen!

Fazit
Ich hoffe, ihr versteht, was genau ich gern ausdrücken würde. Die Grundidee dieses Buches war SO SO toll - und manchmal war es auch wirklich gut! Es gab Stellen, auf die all meine Kritikpunkte nicht zutreffen und in denen ich die Charaktere unglaublich gern mochte und mich sogar ein bisschen einfühlen konnte! Im Großen und Ganzen war die Umsetzung ansonsten allerdings, für mich persönlich, nicht ganz so gut gelungen, wie ich es mir gewünscht hätte. Wirklich unglaublich schade.

Hier geht´s zur Leseprobe und zum Buch

Vielen Dank an Randomhouse für die Bereitstellung 
des Rezensionsexemplars!

☺ Helena

Sonntag, 30. September 2018

My all time favorite author - Cassandra Clare | Blogtour

Als die liebe Julia von The Book Dynasty auf Instagram nach Teilnehmern für eine Blogtour fragte, die sich ganz um unsere jeweiligen Lieblingsautorinnen und -autoren drehen sollte, da dachte ich sofort: Wow! Was für eine tolle Idee! 

Für mich war die Frage, über wen ich schreiben werde, schnell beantwortet: Cassandra Clare. Mit ihren Büchern fing für mich alles an. Ihre "Chroniken der Unterwelt" waren eine der ersten Buchreihen, die mich so richtig mitnehmen konnten. Seitdem begleiten die Bücher ihres Schattenjäger-Universums mein Leseleben. So war beispielsweise ein Bild von "City of Bones" das erste, was ich je auf meiner Instagramseite gepostet habe. Ich fiebere jedem ihrer Bücher entgegen und weiß nicht, ob ich heute so gern lesen würde, wenn ich ihre Bücher damals nicht entdeckt hätte ...


Ihre Bücher
"Chroniken der Unterwelt" ("The Mortal Instruments")
Band 1: "City of Bones" 
Band 2: "City of Ashes"
Band 3: "City of Glass"
Band 4: "City of Fallen Angels" 
Band 5: "City of Lost Souls"
Band 6: "City of Heavenly Fire"

"Chroniken der Schattenjäger" ("The Infernal Devices") 
Band 1: "Clockwork Angel"
Band 2: "Clockwork Prince"
Band 3: "Clockwork Princess"

"Die Dunklen Mächte" ("The Dark Artifices")
Band 1: "Lady Midnight"
Band 2: "Lord of Shadows"
Band 3: "Queen of Air and Darkness" (erscheint im Englischen am 04.12.2018)

"Der Schattenjäger Codex" ("The Shadowhunter´s Codex")

"Die Chroniken des Magnus Bane" ("The Bane Chronicles")
Die Geschichte erschien in 10 Teile aufgeteilt als E-Book. Inzwischen ist sie jedoch auch als vollständiges Buch erhältlich.

"Legenden der Schattenjäger-Akademie" ("Tales from the Shadowhunter Academy")
Auch diese Geschichte erschien in 10 Teile aufgeteilt als E-Book und ist inzwischen als vollständiges Buch erhältlich.

"Die Geheimnisse des Schattenmarktes" ("Ghosts of the Shadow Market")
Die Geschichte erscheint im Englischen seit April, im Deutschen seit Mai 2018 monatlich in Form von E-Books. 

Neben den Büchern des Schattenjäger-Universums veröffentlichte Cassandra Clare zudem noch, gemeinsam mit Holly Black, die "Magisterium"-Reihe.
Band 1: "Der Weg ins Labyrinth"
Band 2: "Der kupferne Handschuh"
Band 3: "Der Schlüssel aus Bronze"
Band 4: "Die silberne Maske"

Zudem sollen in den nächsten Jahren folgende Bücher erscheinen:
"The Eldest Curses"
Band 1: "The Red Scrolls of Magic" (erscheint im Englischen am 02.04.2018)
Band 2: "The Lost Book of the White" (erscheint im Englischen voraussichtlich im Frühjahr 2020)

"The Last Hours"
Band 1: "Chain of Gold" (Noch kein Erscheinungstermin bekannt)
Band 2: -
Band 3: -

Das Schattenjäger-Universum und die altbekannte Frage nach der Reihenfolge
Ich werde ziemlich oft gefragt, in welcher Reihenfolge man die Schattenjäger-Bücher von Cassandra Clare denn überhaupt lesen sollte. Eine Frage, die ich durchaus nachvollziehen kann. Besonders, da die als E-Book erschienen Kurzgeschichten, die später zu Büchern zusammengefasst wurden, oftmals in unterschiedlichen Zeiten spielen, kann man da schon ziemlich durcheinander kommen. Wenn ihr es ganz genau nehmen wollt, dann kann ich euch diesen Zeitstrahl hier sehr empfehlen. Ansonsten hier aber noch einmal eine gröbere Übersicht:
  1. "Chroniken der Schattenjäger"
  2. ("The Last Hours")
  3. "Chroniken der Unterwelt"
  4. "Die Chroniken des Magnus Bane"
  5. "Legenden der Schattenjäger-Akademie"
  6. "Die dunklen Mächte"
  7. ("The Eldest Curses")

Oft wird auch diese Reihenfolge empfohlen:
  1. "Chroniken der Unterwelt" Band 1-3
  2. "Chroniken der Schattenjäger"
  3. ("The Last Hours")
  4. "Chroniken der Unterwelt" Band 4-6
  5. "Die Chroniken des Magnus Bane"
  6. "Legenden der Schattenjäger-Akademie"
  7. "Die dunklen Mächte"
  8. ("The Eldest Curses")

Anmerkung: Wenn ihr sehr empfindlich gegenüber Spoilern seid, dann würde ich euch empfehlen, den Epilog von "Clockwork Princess" erst nach "City of Heavenly Fire" zu lesen. 

Den "Schattenjäger Codex" sollte man unabhängig von den anderen Büchern lesen können - allerdings enthält er Notizen von Clary, Simon und Jace. Vielleicht macht es also Sinn, das Buch erst zu lesen, wenn man die Charaktere ein bisschen kennengelernt hat. (Nagelt mich nicht darauf fest, ich habe den Codex selbst noch nicht gelesen.) 

Was "Die Geheimnisse des Schattenmarktes" angeht, bin ich selbst noch ein bisschen verwirrt. Ich kann euch aber sagen, dass einige der Geschichten extrem auf die "Chroniken der Schattenjäger" spoilern - seid da also ein bisschen vorsichtig.

Ach ja, wo wir einmal bei Spoilern sind ... Lest auf keinen Fall den Stammbaum im Schutzumschlag von "Clockwork Princess"! Den Fehler habe ich nämlich gemacht und mich damit böse auf den Ausgang der Liebesgeschichte gespoilert. Fand ich nicht so toll.

Warum überhaupt Cassandra Clare?
Für mich sind Cassandra Clares Bücher etwas Besonderes und das nicht nur, weil sie mich schon seit Jahren begleiten. 

Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, ist für mich inzwischen so allgegenwärtig, dass ich mich tatsächlich manchmal daran erinnern muss, dass es in Wirklichkeit gar keine Schattenjäger gibt und dass es sich "nur" um Geschichten handelt. Wenn ein Autor das schafft, dann hat er meiner Meinung nach einen verdammt guten Job gemacht! 

Zudem finde ich es beeindruckend, wie sich Cassies Bücher über die Jahre hinweg entwickelt haben. Von Jugendbüchern, die man fast schon als klischeehaft bezeichnen könnte, hin zu unglaublich starken Geschichten die Thematiken behandeln, über die viel zu wenig gesprochen wird. Inzwischen nehmen zwar viele Jugendbuchautoren Themen wie Homosexualität, etc. auf, jedoch fehlt mir dort oftmals die Selbstverständlichkeit. Wenn dann erst ewig erklärt wird, dass der Protagonist auf Männer steht und dann noch tausend Mal betont wird, dass das doch vollkommen normal ist ... tja, dann bekomme ich einen Anfall. Muss das denn so auseinander genommen werden?
In Cassandra Clares Büchern sind die Charaktere eben einfach Homosexuell, Autistisch, Übergewichtig oder Transsexuell und das, ohne dass 5 Trilliarden Mal darauf hingewiesen werden muss, damit es ja auch der Letzte verstanden hat ... 

Ich könnte jetzt noch unzählige weitere Gründe nennen, warum ich Cassandra Clares Bücher so sehr liebe - nur fürchte ich, dass dieser Post dann kein Ende mehr nimmt und das will ja auch keiner. Daher belasse ich es jetzt lieber mal dabei. 

Zum Schluss
Noch einmal ein riesiges Danke an dich, liebe Julia, dass du diese tolle Blogtour ins Leben gerufen hast! Ich hatte wirklich viel Spaß dabei, diesen Blogpost hier zu verfassen und freue mich schon darauf, die anderen Beiträge zu lesen. (Dazu bin ich nämlich leider bisher noch nicht gekommen.)

Vorgestern war übrigens Hendrik von Mein-Lieblings-Buch an der Reihe - schaut doch gern einmal bei ihm vorbei. 
Und falls ihr noch mehr Autoren entdecken wollt, findet ihr HIER die vorangegangen Tourdaten. 

☺ Helena

Sonntag, 16. September 2018

Eine Krone aus Feuer und Sternen - Rezension


Informationen zum Buch
Titel: Eine Krone aus Feuer und Sternen
Autorin: Audrey Coulthurst
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 448

Meine Bewertung: ★ ★ ★ 1/2


Klappentext
Freiheit? Für Prinzessin Denna ein Fremdwort. Von klein auf ist klar, dass sie den Prinzen von Mynaria heiraten wird, um den Frieden ihres Volks zu sichern, auch wenn sie in Mynaria ihre bei Todesstrafe verbotene Feuermagie verbergen muss. Die Schwester des Prinzen, Mara, kann über ihr Leben ebenso wenig verfügen wie Denna, doch Freiheit bedeutet ihr alles. Gegensätze ziehen sich an, und irgendwann geraten im Intrigennetz am Hof die Gefühle der zwei Prinzessinnen und Dennas Magie außer Kontrolle ...

Meine Meinung
Erst einmal muss ich auf dieses wunderschöne Cover eingehen! Ja, ich weiß ... don´t judge a book by its cover ... aber man, es ist halt einfach total gut gelungen und passt super zur Geschichte. Warum also nicht auch einmal die Covergestaltung loben?

Jetzt aber zum wesentlichen Teil. Die Grundidee der Geschichte ist wirklich toll! Besonders die Weltgestaltung und die Art der Magie, die in dieser Welt existiert, fand ich genial. Allerdings muss ich sagen, dass alles noch viel mehr hätte ausgearbeitet werden können. Die Charaktere waren leider sehr oberflächlich gehalten, man konnte sich kaum mit ihnen identifizieren und dadurch war, für mich persönlich, leider auch die Liebesgeschichte nicht wirklich nachvollziehbar. Irgendwie ging einfach alles viel zu schnell!

Auch die Handlung war mir zwischenzeitlich nicht ausgereift genug. Gerade am Anfang fehlte eindeutig Spannung und man wusste nicht, worauf die Autorin eigentlich hinaus will ... bis dann zum Ende hin plötzlich alles auf einmal passierte.

Versteht mich nicht falsch, ich mochte das Buch sehr gern, hatte Spaß am Lesen und die geschaffene Welt war toll! Allerdings hätte diese Geschichte so viel mehr Potenzial gehabt ...

Das Ende hat es jedoch noch einmal herausgeholt! Wow - so etwas hatte ich nicht erwartet. Ja, das Ende konnte mich tatsächlich ziemlich umhauen ... und es ebnet den Weg für einen zweiten Band, der großartig werden könnte! ("Of Ice and Shadows" erscheint im Englischen voraussichtlich am 13.08.2019. Ein deutscher Erscheinungstermin steht, meines Wissens, bisher noch nicht fest.)

Fazit
"Eine Krone aus Feuer und Sternen" - eine Geschichte, mit einer grandiosen Grundidee, deren Potenzial leider nicht voll ausgeschöpft wurde ... 

Hier geht´s zur Leseprobe und zum Buch

Vielen Dank an Randomhouse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

☺ Helena

Sonntag, 18. Februar 2018

Chroniken der Schattenjäger - Reihenrezension

Ursprünglich sollte das hier eigentlich eine Rezension zu "Clockwork Angel", also dem ersten Teil der "Chroniken der Schattenjäger" werden. Allerdings habe ich inzwischen nicht nur den ersten Band dieser Reihe gelesen, sondern auch gleich die Folgebände - und weil ich diese Bücher so toll fand, dachte ich mir, ich mach´ einfach gleich mal eine Reihenrezension (oder Reihenvorstellung - wie auch immer) daraus.

Informationen zur Reihe

Chroniken der Schattenjäger
- Cassandra Clare
(erschienen im Arena Verlag)

Die "Chroniken der Schattenjäger" spielen im 19. Jahrhundert, um das Jahr 1878 herum - also vor den "Chroniken der Unterwelt". Um sich nicht zu spoilern empfiehlt es sich also, die Bücher vor den "Chroniken der Unterwelt" zu lesen, besonders allerdings vor "City of Heavenly Fire", dem letzten Band der Reihe. (Ich persönlich habe die "Chroniken der Schattenjäger" allerdings erst nach "Chroniken der Unterwelt" gelesen, so schlimm gespoilert wird man da meiner Meinung nach gar nicht.) 
Viel schlimmer ist der Stammbaum im Schutzumschlag des letzten Bandes! Den sollte man lieber nicht lesen - zumindest nicht bevor man das Buch gelesen hat!  

Informationen zu den Büchern


Band 1 - Clockwork Angel
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 576

Meine Bewertung: ★ ★ ★ ★ 1/2

Band 2 - Clockwork Prince
Erscheinungsjahr: 2012
Seitenanzahl: 578

Meine Bewertung: ★ ★ ★ ★ 1/2


Band 3 - Clockwork Princess
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 610

Meine Bewertung: ★ ★ ★ ★ ★


Klappentext (Band 1)

London, 1878. Ein mysteriöser Mörder treibt in den dunklen Straßen der Stadt sein Unwesen. Ungewollt gerät Tessa in den Kampf zwischen Vampiren, Hexenmeistern und anderen übernatürlichen Wesen. Als sie erfährt, dass auch sie eine Schattenweltlerin ist und zudem eine seltene Gabe besitzt, wird sie selbst zur Gejagten. Doch dann findet sie Verbündete, und zwar im Institut der Schattenjäger. Dort trifft sie nicht nur auf James, hinter dessen zerbrechlicher Schönheit sich ein tödliches Geheimnis verbirgt, sondern auch auf Will, der mit seinen Launen jeden auf Abstand hält – jeden, außer Tessa. Tessa ist völlig hin und her gerissen, und weiß nicht, wem sie trauen soll. Schließlich sind die Schattenjäger ihre natürlichen Feinde.

Meine Meinung (- Jetzt kommt die Schwärmerei)

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wirklich, wie ich anfangen soll.
Ich habe bereits die "Chroniken der Unterwelt" von Cassandra Clare absolut geliebt (und liebe sie immer noch) - nicht zuletzt weil mich diese Reihe recht lange begleitet hat und noch dazu eine Buchreihe ist, die ich begonnen habe als ich überhaupt ´so richtig´ mit dem Lesen angefangen habe.

Vermutlich kennt jeder dieses Gefühl: Man liest eine Buchreihe und ist absolut in der Geschichte drin - man fiebert und leidet mit den Charakteren mit, erlebt wie sie sich weiterentwickeln oder entwickelt sich sogar zusammen mit ihnen weiter und man fühlt sich einfach zuhause, sobald man ein Buch ebendieser Reihe aufschlägt. Genau dieses seltene Gefühl hatte ich bei den "Chroniken der Unterwelt" - und die "Chroniken der Schattenjäger" haben es mir zurückgebracht. 

Ich weiß nicht, ob es an Cassandra Clares Schreibstil liegt, oder einfach an ihrem unglaublichen Talent tolle Charaktere zu erschaffen - aber ich war bereits nach den ersten Seiten von "Clockwork Angel" in der Geschichte gefangen und auch die Charaktere habe ich schnell in mein Herz schließen können.

Ich liebe Tessa! Sie ist wirklich ein toller Charakter und noch dazu liebt sie Bücher - ich konnte also gar nicht anders als sie gern zu haben. (Auch wenn ich im zweiten Band manchmal ganz gerne ins Buch gesprungen wäre, um ihr meine Meinung zu sagen.)
Und dann sind da natürlich noch Jem und Will - oho. (Also ich würde ja ganz gern beide heiraten.)
Dank Wills Sprüchen musste ich mehr als einmal laut auflachen - sein Humor ist wirklich klasse!
Nicht zu vergessen sind natürlich auch die anderen Institutsbewohner - die alle auf ihre Art mehr als sympathisch sind.

Neben den tollen Charakteren haben die Bücher natürlich auch noch eine Handlung (wer hätte es gedacht) - besonders die Entschlüsselung von Tessas Vergangenheit ist dabei wirklich sehr spannend.
Ich muss zwar zugeben, dass gerade der erste Teil einige Parallelen zu "Chroniken der Unterwelt" aufweist - die werden allerdings nach einer Weile immer weniger, oder fallen zumindest nicht mehr so sehr auf.

Das beste an der ganzen Reihe ist allerdings (meiner Meinung nach) der letzte Band.
Hätte ich mich nicht durch den Stammbaum im Schutzumschlag gespoilert, hätten mein Herz (und meine Nerven) dieses Buch wahrscheinlich nicht ausgehalten.
Ich will natürlich nicht zu viel erzählen - dieser letzte Teil war aber wirklich unfassbar gut.
(Beim Epilog kamen mir übrigens die Tränen - das schaffen nur wenige Bücher.)

Fazit
Muss ich überhaupt noch irgendetwas sagen? (Okay, außer vielleicht `Herzlichen Glückwunsch wenn du es bis hierhin ausgehalten hast.` 😄)

Ich bin im Bezug auf Cassandra Clares Bücher vermutlich nicht unbedingt die Objektivste, aber sie sind es wirklich wert gelesen zu werden.

"Worte haben die Macht, uns zu verändern." 
- Cassandra Clare

☺ Helena 

Sonntag, 7. Januar 2018

Watersong, Wiegenlied - Rezension

Achtung - es handelt sich um den zweiten Band einer Reihe.


Informationen zum Buch
Titel: Watersong, Wiegenlied
Autorin: Amanda Hocking
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Cbt
Seitenanzahl: 320

Meine Bewertung: ★ ★ ★ ✩ ✩


Klappentext
Gemma hat sich den verführerischen Sirenen angeschlossen - und ist nun selbst eine von ihnen. Verzweifelt wehrt sie sich gegen ihre dunkle Seite, ihren tödlichen Hunger, den Sog des Meeres. Aber je länger sie mit ihren neuen "Schwestern" zusammenlebt, desto schwerer fällt es ihr, dieser Welt zu widerstehen.
Unterdessen setzt Harper alles in Bewegung, um ihre Schwester wiederzufinden. Selbst wenn es bedeutet, mit dem gefährlich attraktiven Daniel zusammenzuarbeiten ...

Meine Meinung
Nach Sternenlied, dem ersten Band der Watersong-Trilogie, war ich sehr gespannt, wie die Geschichte um Gemma und die Sirenen weiter geht.
Um ihre Familie und ihren Freund Alex zu schützen, schließt sich die 16-Jährige Gemma im ersten Band den Sirenen Penn, Lexi und Thea an.
Während sie sich daraufhin verzweifelt gegen die Begierden der Sirene in sich zu wehren versucht, setzt ihre Schwester Harper alles in Bewegung um sie zu finden.

Watersong - Wiegenlied wird aus zwei Perspektiven erzählt: der von Gemma und der von ihrer Schwester Harper. Man erfährt also nicht nur wie es Gemma ergeht, sondern auch wie ihre Familie und Freunde mit der Situation umgehen. Allerdings muss ich zugeben, dass Gemmas Denken und Handeln mich Kapitel für Kapitel mehr gestört haben. Natürlich muss man bedenken, dass sie erst 16 Jahre alt ist, aber teilweise konnte ich nur schwer nachvollziehen, was in ihr vorgeht und warum sie bestimmte Dinge tut oder nicht tut.
Dagegen hat mir Harpers Perspektive umso besser gefallen. Sie macht im Laufe des Buches meiner Meinung nach eine großartige Entwicklung durch und es hat mir sehr viel Spaß gemacht sie, Daniel, Alex und Marcy auf ihrer Suche nach Gemma zu begleiten.
Zudem hat Amanda Hocking einen schönen und flüssigen Schreibstil, der einen nahezu durch die Seiten fliegen lässt.

Fazit
Trotz einiger Schwächen dieses zweiten Bandes werde ich auch das letzte Buch der Trilogie lesen und freue mich, mich noch einmal von Amanda Hocking in den Bann ziehen lassen zu können und natürlich zu erfahren, wie das Ganze ausgehen wird. 

☺ Helena