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Sonntag, 13. Oktober 2019

Chilling Adventures of Sabrina, Hexenzeit - Rezension


Informationen zum Buch
Titel: Chilling Adventures of Sabrina - Hexenzeit
Autorin: Sarah Rees Brennan
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenanzahl: 320

Meine Bewertung: ★ ★ ★ ★ 1/2


Klappentext
Nur noch einen Sommer hat Sabrina Spellman bis zu ihrem 16. Geburtstag. Dann wird alles anders werden: Sie wird in den dunklen Hexenzirkel aufgenommen werden und allen normalsterblichen Menschen entsagen müssen. Ihren Freundinnen und ihrer großen Liebe Harvey. Wird sie das schaffen? Und liebt Harvey sie überhaupt so sehr wie sie ihn? Um das herauszufinden, lässt sich Sabrina von ihrem Cousin Ambrose zu einem gefährlichen Plan überreden: Sie wendet einen Zauber bei Harvey an. Etwas, was ihre beiden Tanten, ebenfalls Hexen, Sabrina absolut verboten haben. Nicht ohne Grund, denn plötzlich ist mehr als nur ein Leben in großer Gefahr ...

Meine Meinung
Ich bin ein riesiger Fan der Netflix-Serie um Sabrina Spellman und Co und deshalb war für mich, als die Vorgeschichte zur Serie in Buchform angekündigt wurde, sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss! Im Übrigen habe ich mich riesig darüber gefreut, dass Sarah Rees Brennan das Buch schreiben durfte – den Namen kannte ich nämlich bereits vorher in Verbindung mit Cassandra Clare … und das war für mich natürlich direkt ein gutes Zeichen!

Übrigens finde ich es noch dazu klasse, dass man sich in der optischen Gestaltung des Buches so sehr an der Serie orientiert hat. Ich mag die Optik nämlich unglaublich gern – mal ganz davon abgesehen, dass es so unverkennbar ist, wohin die Geschichte einzuordnen ist.

Sarah Rees Brennans Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist flüssig, man kann die Seiten geradezu inhalieren und zusätzlich vermittelt er einem perfekt diese düstere und mystische Atmosphäre, die man auch in der Serie oft zu spüren bekommt. Zudem sind im Buch zum einen weiße und zum anderen schwarze Seiten zu finden, deren Bedeutung unterschiedlicher nicht sein könnte: Auf den weißen Seiten erleben wir die Geschehnisse aus Sabrinas Sicht, auf den schwarzen das, „Was im Dunkeln geschieht“ – diese Aufteilung fand ich echt genial! Und ein Buch, in dem ganze Kapitel mit weißer Schrift auf schwarzem Grund gedruckt waren, ist mir bisher tatsächlich auch noch nicht untergekommen. Schon alleine, was die Aufmachung betrifft, war das Ganze für mich also ein absolutes Highlight.

Auch die Charaktere fand ich toll. Die meisten sind in meinen Augen unglaublich gut getroffen und ich hatte direkt dieses typische Spellman-Feeling, als ich in die Geschichte abgetaucht bin. Sabrina, Tante Zelda, Tante Hilda … manchmal würde ich ja ganz gerne bei denen einziehen!
Nur die Darstellung von Ambrose hat mir irgendwie überhaupt nicht gefallen. In der Serie mag ich seinen Charakter unglaublich gerne und hier … wurde er in ein ganz furchtbares Licht gerückt. Er wirkte unsympathisch, gefühlskalt und egoistisch – und, beim besten Willen, das war er in meiner Vorstellung vorher nie! (Ich hoffe, ich bekomme dieses Bild von ihm schnell wieder aus dem Kopf, ARGH!)

Die Handlung war unglaublich spannend und solltet ihr das Buch noch nicht gelesen haben, dann kann ich euch nur empfehlen, dies um Halloween herum zu tun – dafür ist die Geschichte in meinen Augen nämlich die perfekte Lektüre. (Wie könnte es auch anders sein, was?) Natürlich hätte man mal wieder vieles verhindern können,  wenn ab und an mal ein Charakter sein Hirn eingeschaltet hätte … aber ja, ich weiß, in dem Fall gäbe es die Geschichte nicht … Ich bin ja schon ruhig!

Fazit
Für mich ist die Vorgeschichte zu „Chilling Adventures of Sabrina“ definitiv eine klare Leseempfehlung – und das nicht nur für die, die die Serie geschaut und im besten Fall geliebt haben. Das Buch ist einfach die perfekte Lektüre für den ein oder anderen gruseligen Halloweenabend … BUH!

Hier geht´s zur Leseprobe und zum Buch

Vielen Dank an Randomhouse für die Bereitstellung 
des Rezensionsexemplars

☺ Helena

Sonntag, 11. November 2018

Das Haus der geheimnisvollen Uhren - Rezension


Informationen zum Buch
Titel: Das Haus der geheimnisvollen Uhren
Autor: John Bellairs 
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Heyne (heyne>fliegt)
Seitenanzahl: 224

Meine Bewertung: ★ ★ 1/2


Klappentext
Weil seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, muss der 10-jährige Lewis zu seinem Onkel Jonathan ziehen. Zum Glück ist Onkel Jonathan nicht nur nett, sondern er lebt auch in einem uralten Haus voller Geheimgänge, verwinkelter Flure und versteckter Zimmer. So etwas hat sich Lewis schon immer gewünscht! Und das Tollste ist: Onkel Jonathan kann zaubern! Der frühere Besitzer des Hauses war allerdings auch ein Zauberer, und zwar ein sehr böser. Irgendwo tief in den Mauern hat er eine Uhr versteckt. Eine Uhr mit der Macht, das Ende der Welt herbeizuticken. Als ihm sein neuer Schulfreund das nicht glaubt, beschließt Lewis kurzerhand, selbst zu zaubern. Mit fatalen Folgen ...

Der große Kinderbuchklassiker »Das Geheimnis der Zauberuhr« in komplett neuer Ausstattung

Meine Meinung
Als ich gesehen habe, dass die Verfilmung dieses Buches in die Kinos kommt, da hatte ich sofort Lust, es zu lesen. Außerdem schien mir die Geschichte perfekt für Halloween, beziehungsweise allgemein die Herbstzeit zu sein. Allerdings muss ich leider zugeben, dass ich ein bisschen enttäuscht wurde ... Beginnen wir aber von vorn.

Die Grundidee des Buches finde ich wirklich großartig! Das Setting ist richtig schön "herbstlich" und auch ein bisschen gruselig - also tatsächlich perfekt für die Lesezeit an und um Halloween! Allerdings weiß ich nicht so recht, welche Altersgruppe ich diesem Buch zuordnen würde. Laut Verlag handelt es sich ja um einen neu aufgelegten Kinderbuchklassiker ... doch ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob Kinder damit so viel anfangen könnten - nicht nur, weil die Geschichte teilweise ziemlich düster ist, sondern auch des Schreibstils wegen.

John Bellairs Schreibstil ist teilweise sehr kompliziert und außerdem extrem distanziert. Dadurch fiel es mir schwer, einen Bezug zu den Charakteren aufzubauen - was sehr schade ist, da besonders Onkel Jonathan und dessen Nachbarin viel Potenzial gehabt hätten, zu Lieblingscharakteren zu werden. Außerdem hatte ich ein ziemliches Problem mit den, zumeist sehr abrupten, Zeitsprüngen. Was mich allerdings am meisten gestört hat, war, dass ich manchmal absolut nicht wusste, von wem gerade überhaupt gesprochen wird. Im einen Moment, werden noch Lewis Handlungs- und Denkweisen geschildert und im nächsten plötzlich Onkel Jonathans - das war unglaublich verwirrend und furchtbar nervig.

Die Handlung selbst fand ich jedoch wiederum sehr spannend. Allerdings muss ich sagen, dass der Klappentext das halbe Buch verrät - und das ist echt, entschuldigt die folgende Wortwahl, verdammter Mist! In letzter Zeit passiert es mir immer häufiger, dass Klappentexte die halbe Geschichte nacherzählen - was soll das?

Fazit
Genug gemeckert. Das Buch hat nicht nur schlechte Seiten! Im Großen und Ganzen handelt es sich um eine süße Geschichte, die man ganz gut zwischendurch lesen kann. Ein Must-Read ist es in meinen Augen jedoch nicht.

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Vielen Dank an Randomhouse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

☺ Helena

Sonntag, 30. September 2018

My all time favorite author - Cassandra Clare | Blogtour

Als die liebe Julia von The Book Dynasty auf Instagram nach Teilnehmern für eine Blogtour fragte, die sich ganz um unsere jeweiligen Lieblingsautorinnen und -autoren drehen sollte, da dachte ich sofort: Wow! Was für eine tolle Idee! 

Für mich war die Frage, über wen ich schreiben werde, schnell beantwortet: Cassandra Clare. Mit ihren Büchern fing für mich alles an. Ihre "Chroniken der Unterwelt" waren eine der ersten Buchreihen, die mich so richtig mitnehmen konnten. Seitdem begleiten die Bücher ihres Schattenjäger-Universums mein Leseleben. So war beispielsweise ein Bild von "City of Bones" das erste, was ich je auf meiner Instagramseite gepostet habe. Ich fiebere jedem ihrer Bücher entgegen und weiß nicht, ob ich heute so gern lesen würde, wenn ich ihre Bücher damals nicht entdeckt hätte ...


Ihre Bücher
"Chroniken der Unterwelt" ("The Mortal Instruments")
Band 1: "City of Bones" 
Band 2: "City of Ashes"
Band 3: "City of Glass"
Band 4: "City of Fallen Angels" 
Band 5: "City of Lost Souls"
Band 6: "City of Heavenly Fire"

"Chroniken der Schattenjäger" ("The Infernal Devices") 
Band 1: "Clockwork Angel"
Band 2: "Clockwork Prince"
Band 3: "Clockwork Princess"

"Die Dunklen Mächte" ("The Dark Artifices")
Band 1: "Lady Midnight"
Band 2: "Lord of Shadows"
Band 3: "Queen of Air and Darkness" (erscheint im Englischen am 04.12.2018)

"Der Schattenjäger Codex" ("The Shadowhunter´s Codex")

"Die Chroniken des Magnus Bane" ("The Bane Chronicles")
Die Geschichte erschien in 10 Teile aufgeteilt als E-Book. Inzwischen ist sie jedoch auch als vollständiges Buch erhältlich.

"Legenden der Schattenjäger-Akademie" ("Tales from the Shadowhunter Academy")
Auch diese Geschichte erschien in 10 Teile aufgeteilt als E-Book und ist inzwischen als vollständiges Buch erhältlich.

"Die Geheimnisse des Schattenmarktes" ("Ghosts of the Shadow Market")
Die Geschichte erscheint im Englischen seit April, im Deutschen seit Mai 2018 monatlich in Form von E-Books. 

Neben den Büchern des Schattenjäger-Universums veröffentlichte Cassandra Clare zudem noch, gemeinsam mit Holly Black, die "Magisterium"-Reihe.
Band 1: "Der Weg ins Labyrinth"
Band 2: "Der kupferne Handschuh"
Band 3: "Der Schlüssel aus Bronze"
Band 4: "Die silberne Maske"

Zudem sollen in den nächsten Jahren folgende Bücher erscheinen:
"The Eldest Curses"
Band 1: "The Red Scrolls of Magic" (erscheint im Englischen am 02.04.2018)
Band 2: "The Lost Book of the White" (erscheint im Englischen voraussichtlich im Frühjahr 2020)

"The Last Hours"
Band 1: "Chain of Gold" (Noch kein Erscheinungstermin bekannt)
Band 2: -
Band 3: -

Das Schattenjäger-Universum und die altbekannte Frage nach der Reihenfolge
Ich werde ziemlich oft gefragt, in welcher Reihenfolge man die Schattenjäger-Bücher von Cassandra Clare denn überhaupt lesen sollte. Eine Frage, die ich durchaus nachvollziehen kann. Besonders, da die als E-Book erschienen Kurzgeschichten, die später zu Büchern zusammengefasst wurden, oftmals in unterschiedlichen Zeiten spielen, kann man da schon ziemlich durcheinander kommen. Wenn ihr es ganz genau nehmen wollt, dann kann ich euch diesen Zeitstrahl hier sehr empfehlen. Ansonsten hier aber noch einmal eine gröbere Übersicht:
  1. "Chroniken der Schattenjäger"
  2. ("The Last Hours")
  3. "Chroniken der Unterwelt"
  4. "Die Chroniken des Magnus Bane"
  5. "Legenden der Schattenjäger-Akademie"
  6. "Die dunklen Mächte"
  7. ("The Eldest Curses")

Oft wird auch diese Reihenfolge empfohlen:
  1. "Chroniken der Unterwelt" Band 1-3
  2. "Chroniken der Schattenjäger"
  3. ("The Last Hours")
  4. "Chroniken der Unterwelt" Band 4-6
  5. "Die Chroniken des Magnus Bane"
  6. "Legenden der Schattenjäger-Akademie"
  7. "Die dunklen Mächte"
  8. ("The Eldest Curses")

Anmerkung: Wenn ihr sehr empfindlich gegenüber Spoilern seid, dann würde ich euch empfehlen, den Epilog von "Clockwork Princess" erst nach "City of Heavenly Fire" zu lesen. 

Den "Schattenjäger Codex" sollte man unabhängig von den anderen Büchern lesen können - allerdings enthält er Notizen von Clary, Simon und Jace. Vielleicht macht es also Sinn, das Buch erst zu lesen, wenn man die Charaktere ein bisschen kennengelernt hat. (Nagelt mich nicht darauf fest, ich habe den Codex selbst noch nicht gelesen.) 

Was "Die Geheimnisse des Schattenmarktes" angeht, bin ich selbst noch ein bisschen verwirrt. Ich kann euch aber sagen, dass einige der Geschichten extrem auf die "Chroniken der Schattenjäger" spoilern - seid da also ein bisschen vorsichtig.

Ach ja, wo wir einmal bei Spoilern sind ... Lest auf keinen Fall den Stammbaum im Schutzumschlag von "Clockwork Princess"! Den Fehler habe ich nämlich gemacht und mich damit böse auf den Ausgang der Liebesgeschichte gespoilert. Fand ich nicht so toll.

Warum überhaupt Cassandra Clare?
Für mich sind Cassandra Clares Bücher etwas Besonderes und das nicht nur, weil sie mich schon seit Jahren begleiten. 

Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, ist für mich inzwischen so allgegenwärtig, dass ich mich tatsächlich manchmal daran erinnern muss, dass es in Wirklichkeit gar keine Schattenjäger gibt und dass es sich "nur" um Geschichten handelt. Wenn ein Autor das schafft, dann hat er meiner Meinung nach einen verdammt guten Job gemacht! 

Zudem finde ich es beeindruckend, wie sich Cassies Bücher über die Jahre hinweg entwickelt haben. Von Jugendbüchern, die man fast schon als klischeehaft bezeichnen könnte, hin zu unglaublich starken Geschichten die Thematiken behandeln, über die viel zu wenig gesprochen wird. Inzwischen nehmen zwar viele Jugendbuchautoren Themen wie Homosexualität, etc. auf, jedoch fehlt mir dort oftmals die Selbstverständlichkeit. Wenn dann erst ewig erklärt wird, dass der Protagonist auf Männer steht und dann noch tausend Mal betont wird, dass das doch vollkommen normal ist ... tja, dann bekomme ich einen Anfall. Muss das denn so auseinander genommen werden?
In Cassandra Clares Büchern sind die Charaktere eben einfach Homosexuell, Autistisch, Übergewichtig oder Transsexuell und das, ohne dass 5 Trilliarden Mal darauf hingewiesen werden muss, damit es ja auch der Letzte verstanden hat ... 

Ich könnte jetzt noch unzählige weitere Gründe nennen, warum ich Cassandra Clares Bücher so sehr liebe - nur fürchte ich, dass dieser Post dann kein Ende mehr nimmt und das will ja auch keiner. Daher belasse ich es jetzt lieber mal dabei. 

Zum Schluss
Noch einmal ein riesiges Danke an dich, liebe Julia, dass du diese tolle Blogtour ins Leben gerufen hast! Ich hatte wirklich viel Spaß dabei, diesen Blogpost hier zu verfassen und freue mich schon darauf, die anderen Beiträge zu lesen. (Dazu bin ich nämlich leider bisher noch nicht gekommen.)

Vorgestern war übrigens Hendrik von Mein-Lieblings-Buch an der Reihe - schaut doch gern einmal bei ihm vorbei. 
Und falls ihr noch mehr Autoren entdecken wollt, findet ihr HIER die vorangegangen Tourdaten. 

☺ Helena

Sonntag, 16. September 2018

Eine Krone aus Feuer und Sternen - Rezension


Informationen zum Buch
Titel: Eine Krone aus Feuer und Sternen
Autorin: Audrey Coulthurst
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 448

Meine Bewertung: ★ ★ ★ 1/2


Klappentext
Freiheit? Für Prinzessin Denna ein Fremdwort. Von klein auf ist klar, dass sie den Prinzen von Mynaria heiraten wird, um den Frieden ihres Volks zu sichern, auch wenn sie in Mynaria ihre bei Todesstrafe verbotene Feuermagie verbergen muss. Die Schwester des Prinzen, Mara, kann über ihr Leben ebenso wenig verfügen wie Denna, doch Freiheit bedeutet ihr alles. Gegensätze ziehen sich an, und irgendwann geraten im Intrigennetz am Hof die Gefühle der zwei Prinzessinnen und Dennas Magie außer Kontrolle ...

Meine Meinung
Erst einmal muss ich auf dieses wunderschöne Cover eingehen! Ja, ich weiß ... don´t judge a book by its cover ... aber man, es ist halt einfach total gut gelungen und passt super zur Geschichte. Warum also nicht auch einmal die Covergestaltung loben?

Jetzt aber zum wesentlichen Teil. Die Grundidee der Geschichte ist wirklich toll! Besonders die Weltgestaltung und die Art der Magie, die in dieser Welt existiert, fand ich genial. Allerdings muss ich sagen, dass alles noch viel mehr hätte ausgearbeitet werden können. Die Charaktere waren leider sehr oberflächlich gehalten, man konnte sich kaum mit ihnen identifizieren und dadurch war, für mich persönlich, leider auch die Liebesgeschichte nicht wirklich nachvollziehbar. Irgendwie ging einfach alles viel zu schnell!

Auch die Handlung war mir zwischenzeitlich nicht ausgereift genug. Gerade am Anfang fehlte eindeutig Spannung und man wusste nicht, worauf die Autorin eigentlich hinaus will ... bis dann zum Ende hin plötzlich alles auf einmal passierte.

Versteht mich nicht falsch, ich mochte das Buch sehr gern, hatte Spaß am Lesen und die geschaffene Welt war toll! Allerdings hätte diese Geschichte so viel mehr Potenzial gehabt ...

Das Ende hat es jedoch noch einmal herausgeholt! Wow - so etwas hatte ich nicht erwartet. Ja, das Ende konnte mich tatsächlich ziemlich umhauen ... und es ebnet den Weg für einen zweiten Band, der großartig werden könnte! ("Of Ice and Shadows" erscheint im Englischen voraussichtlich am 13.08.2019. Ein deutscher Erscheinungstermin steht, meines Wissens, bisher noch nicht fest.)

Fazit
"Eine Krone aus Feuer und Sternen" - eine Geschichte, mit einer grandiosen Grundidee, deren Potenzial leider nicht voll ausgeschöpft wurde ... 

Hier geht´s zur Leseprobe und zum Buch

Vielen Dank an Randomhouse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

☺ Helena

Sonntag, 8. April 2018

Medusas Fluch - Rezension


Informationen zum Buch
Titel: Medusas Fluch
Autorin: Emily Thomsen
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Drachenmond
Seitenanzahl: 210

Meine Bewertung: ★ ★ ★ ✩ ✩


Klappentext
Medusa wird von ihrer Mutter Gaia verflucht: Jeder Mann, den sie liebt, erstarrt zu Stein. Sie muss mit ansehen, wie ihre große Liebe stirbt, und zerbricht beinahe daran. Das will die junge Gorgone nie wieder ertragen müssen. Sie entscheidet sich für ein abgeschiedenes Leben in der Menschenwelt. Nach Jahrhunderten der Einsamkeit begegnet ihr der geheimnisvolle Jendrik, dem sie sich nicht entziehen kann und Medusas Fluch erwacht von Neuem.

Meine Meinung
Erst einmal: Ist dieses Cover nicht unfassbar schön? Und es passt sogar zur Geschichte! (Ich Frage mich in letzter Zeit nämlich immer öfter, ob die Menschen die die Cover designen, sich wenigstens auch mal kurz mit der Geschichte vertraut machen und nicht nur irgendetwas auf den Buchdeckel klatschen. - Entschuldigt diese harten Worte, aber wenn ich beispielsweise ein Buch lese, in dem eindeutig gesagt wird, dass die Protagonistin braune Haare hat und das Mädchen auf dem Cover ist dann blond ... ähm.)

Kommen wir aber zurück zum Buch: Die Grundidee der Geschichte finde ich wirklich klasse! Emily Thomsen ist es gelungen, dem Mythos Medusa eine neue und vor allem spannende Geschichte zu schenken - das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Jedoch muss ich sagen, dass ich die Handlung als eher flach empfunden habe. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man da auf nur knapp 200 Seiten noch mehr hätte herausholen können. Wenn ich jetzt im Nachhinein darüber nachdenke, ist dafür, dass das Buch so kurz war, schon einiges passiert - trotzdem konnte es mich nicht umhauen.

Die Charaktere hingegen haben mir recht gut gefallen. Besonders der Charakter Medusa wurde im Laufe des Buches immer weiter herausgearbeitet. Durch Kapitel, die abwechselnd die gegenwärtigen und vergangenen Geschehnisse schildern, erfährt der Leser zum einen Stück für Stück Medusas Geschichte und begleitet sie zum anderen dabei, wie sie im Jetzt versucht mit diesen Geschehnissen umzugehen. So blieb das Buch bis zum Ende spannend.

Was ich von der Liebesgeschichte halten soll, weiß ich allerdings nicht so richtig. Jendrik ist mir absolut unsympathisch! Daher kann ich nicht nachvollziehen, was Medusa (beziehungsweise Marie, so nennt sie sich im gegenwärtigen Handlungsstrang) an ihm findet. Für mich wirkte diese Sache einfach nur übereilt und unglaubwürdig.
Wie wir aber alle wissen, ist so etwas immer Geschmackssache - ich kann daher natürlich nur für mich sprechen (ach nein, wer hätte es gedacht).

Was ich allerdings super fand, waren die Fantasyelemente und der Hauch von griechischer Mythologie im Buch. Ich konnte mir, dank Emily Thomsens klasse Schreibstil, alles sehr gut und vor allem bildhaft vorstellen. Außerdem muss ich sagen, dass sich dieses Buch wirklich sehr schnell lesen lässt! Es ist flüssig und angenehm geschrieben und daher wirklich super für zwischendurch.

Fazit
Ganz vom Hocker reißen konnte mich diese Geschichte zwar nicht, aber es steckt auf jeden Fall Potenzial darin! Daher werde ich definitiv auch die Folgebände lesen und bin schon gespannt, was Emily Thomsen noch so für uns bereithält. 

☺ Helena

Sonntag, 18. Februar 2018

Chroniken der Schattenjäger - Reihenrezension

Ursprünglich sollte das hier eigentlich eine Rezension zu "Clockwork Angel", also dem ersten Teil der "Chroniken der Schattenjäger" werden. Allerdings habe ich inzwischen nicht nur den ersten Band dieser Reihe gelesen, sondern auch gleich die Folgebände - und weil ich diese Bücher so toll fand, dachte ich mir, ich mach´ einfach gleich mal eine Reihenrezension (oder Reihenvorstellung - wie auch immer) daraus.

Informationen zur Reihe

Chroniken der Schattenjäger
- Cassandra Clare
(erschienen im Arena Verlag)

Die "Chroniken der Schattenjäger" spielen im 19. Jahrhundert, um das Jahr 1878 herum - also vor den "Chroniken der Unterwelt". Um sich nicht zu spoilern empfiehlt es sich also, die Bücher vor den "Chroniken der Unterwelt" zu lesen, besonders allerdings vor "City of Heavenly Fire", dem letzten Band der Reihe. (Ich persönlich habe die "Chroniken der Schattenjäger" allerdings erst nach "Chroniken der Unterwelt" gelesen, so schlimm gespoilert wird man da meiner Meinung nach gar nicht.) 
Viel schlimmer ist der Stammbaum im Schutzumschlag des letzten Bandes! Den sollte man lieber nicht lesen - zumindest nicht bevor man das Buch gelesen hat!  

Informationen zu den Büchern


Band 1 - Clockwork Angel
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 576

Meine Bewertung: ★ ★ ★ ★ 1/2

Band 2 - Clockwork Prince
Erscheinungsjahr: 2012
Seitenanzahl: 578

Meine Bewertung: ★ ★ ★ ★ 1/2


Band 3 - Clockwork Princess
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 610

Meine Bewertung: ★ ★ ★ ★ ★


Klappentext (Band 1)

London, 1878. Ein mysteriöser Mörder treibt in den dunklen Straßen der Stadt sein Unwesen. Ungewollt gerät Tessa in den Kampf zwischen Vampiren, Hexenmeistern und anderen übernatürlichen Wesen. Als sie erfährt, dass auch sie eine Schattenweltlerin ist und zudem eine seltene Gabe besitzt, wird sie selbst zur Gejagten. Doch dann findet sie Verbündete, und zwar im Institut der Schattenjäger. Dort trifft sie nicht nur auf James, hinter dessen zerbrechlicher Schönheit sich ein tödliches Geheimnis verbirgt, sondern auch auf Will, der mit seinen Launen jeden auf Abstand hält – jeden, außer Tessa. Tessa ist völlig hin und her gerissen, und weiß nicht, wem sie trauen soll. Schließlich sind die Schattenjäger ihre natürlichen Feinde.

Meine Meinung (- Jetzt kommt die Schwärmerei)

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wirklich, wie ich anfangen soll.
Ich habe bereits die "Chroniken der Unterwelt" von Cassandra Clare absolut geliebt (und liebe sie immer noch) - nicht zuletzt weil mich diese Reihe recht lange begleitet hat und noch dazu eine Buchreihe ist, die ich begonnen habe als ich überhaupt ´so richtig´ mit dem Lesen angefangen habe.

Vermutlich kennt jeder dieses Gefühl: Man liest eine Buchreihe und ist absolut in der Geschichte drin - man fiebert und leidet mit den Charakteren mit, erlebt wie sie sich weiterentwickeln oder entwickelt sich sogar zusammen mit ihnen weiter und man fühlt sich einfach zuhause, sobald man ein Buch ebendieser Reihe aufschlägt. Genau dieses seltene Gefühl hatte ich bei den "Chroniken der Unterwelt" - und die "Chroniken der Schattenjäger" haben es mir zurückgebracht. 

Ich weiß nicht, ob es an Cassandra Clares Schreibstil liegt, oder einfach an ihrem unglaublichen Talent tolle Charaktere zu erschaffen - aber ich war bereits nach den ersten Seiten von "Clockwork Angel" in der Geschichte gefangen und auch die Charaktere habe ich schnell in mein Herz schließen können.

Ich liebe Tessa! Sie ist wirklich ein toller Charakter und noch dazu liebt sie Bücher - ich konnte also gar nicht anders als sie gern zu haben. (Auch wenn ich im zweiten Band manchmal ganz gerne ins Buch gesprungen wäre, um ihr meine Meinung zu sagen.)
Und dann sind da natürlich noch Jem und Will - oho. (Also ich würde ja ganz gern beide heiraten.)
Dank Wills Sprüchen musste ich mehr als einmal laut auflachen - sein Humor ist wirklich klasse!
Nicht zu vergessen sind natürlich auch die anderen Institutsbewohner - die alle auf ihre Art mehr als sympathisch sind.

Neben den tollen Charakteren haben die Bücher natürlich auch noch eine Handlung (wer hätte es gedacht) - besonders die Entschlüsselung von Tessas Vergangenheit ist dabei wirklich sehr spannend.
Ich muss zwar zugeben, dass gerade der erste Teil einige Parallelen zu "Chroniken der Unterwelt" aufweist - die werden allerdings nach einer Weile immer weniger, oder fallen zumindest nicht mehr so sehr auf.

Das beste an der ganzen Reihe ist allerdings (meiner Meinung nach) der letzte Band.
Hätte ich mich nicht durch den Stammbaum im Schutzumschlag gespoilert, hätten mein Herz (und meine Nerven) dieses Buch wahrscheinlich nicht ausgehalten.
Ich will natürlich nicht zu viel erzählen - dieser letzte Teil war aber wirklich unfassbar gut.
(Beim Epilog kamen mir übrigens die Tränen - das schaffen nur wenige Bücher.)

Fazit
Muss ich überhaupt noch irgendetwas sagen? (Okay, außer vielleicht `Herzlichen Glückwunsch wenn du es bis hierhin ausgehalten hast.` 😄)

Ich bin im Bezug auf Cassandra Clares Bücher vermutlich nicht unbedingt die Objektivste, aber sie sind es wirklich wert gelesen zu werden.

"Worte haben die Macht, uns zu verändern." 
- Cassandra Clare

☺ Helena 

Sonntag, 11. Februar 2018

Der kleine Hobbit - Rezension


Informationen zum Buch
Titel: Der kleine Hobbit
Autor: J.R.R. Tolkien
Erscheinungsjahr: 2012 
Verlag: dtv Verlag
Seitenanzahl: 336 Seiten


Meine Bewertung: ★ ★ ★ ★ ✩ 



Klappentext
Die Vorgeschichte 
zum großen Fantasy-Epos 
"Der Herr der Ringe"

Eines Abends bekommt der Hobbit Bilbo Beutlin unerwarteten Besuch. Danach ist nicht nur seine Speisekammer leer, sondern sein ganzes Leben nimmt eine dramatische Wendung: Gemeinsam mit dem Zauberer Gandalf und dreizehn Zwergen begibt er sich auf eine gefährliche Reise quer durch Mittelerde, um einen vor langer Zeit geraubten Schatz zurückzugewinnen ...

Meine Meinung
Was soll ich sagen - selten habe ich mich so amüsiert! Aber fangen wir von vorn an.
Zuerst muss ich einmal die grandiose Weltgestaltung in diesem Buch erwähnen! Mit Mittelerde hat Tolkien wirklich ein tolles Fantasyreich geschaffen. Es gibt Drachen, Zauberer, muffelige Zwerge und natürlich noch viel mehr phantasiereiches Getier - und nicht zu vergessen natürlich die Hobbits, um einen von denen geht es schließlich. 

Bilbo, unser Hobbit, ist wirklich ein witziger kleiner Kerl. Ich habe ihn schnell ins Herz schließen können und wollte deshalb auch unbedingt wissen, wie seine Geschichte ausgeht. 
Übrigens hat man beim Lesen tatsächlich das Gefühl, als würde man eine Geschichte erzählt bekommen - ich weiß nicht wirklich wie ich diese Erzählweise beschreiben soll, aber es ist, als würden die Ereignisse um Bilbo und seine Freunde von irgendjemandem nacherzählt (was auch irgendwie Sinn ergibt, da "Der kleine Hobbit" ja die Vorgeschichte zu "Der Herr der Ringe" ist). Das wird besonders dann deutlich, wenn kurze Andeutungen zum weiteren Verlauf der Handlung gemacht oder bestimmte Situationen vom Erzähler kommentiert werden. 
Noch dazu kommt Tolkiens absolut humorvoller und bildlicher Schreibstil, der es schafft, einem ein Kopfkino ins Gehirn zu zaubern, welches oftmals wirklich zum totlachen ist!

Das Einzige was ich wirklich nicht ganz nachvollziehen kann, ist der Grund für das Abenteuer, in das Bilbo unfreiwillig hineingezogen wird und außerdem die absolute Bockigkeit einiger Zwerge - ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, deshalb werde ich darauf nicht genauer eingehen - doch wer (wie ich) bei Sturheit und Tunnelblick gern mal den ein oder anderen Anfall bekommt, der sollte dieses Buch vielleicht lieber mit Vorsicht genießen. Lesenswert ist es aber natürlich trotzdem, allein schon wegen Bilbo!
Außerdem ist mir aufgefallen, dass manche Ereignisse relativ schnell abgehandelt werden. Zum einen passt das zur Erzählweise, zum anderen sorgt es dafür, dass die Lösung mancher Probleme viel zu einfach erscheint. Andererseits bleibt die Handlung dadurch aber spannend und es entwickeln sich keine unschönen Längen - das Ganze ist also vermutlich einfach Ansichtssache. 

Fazit
Wer gern in phantasiereiche Welten eintaucht, für den ist "Der kleine Hobbit" genau das Richtige - ein absolut witziges und fast schon märchenhaftes Leseerlebnis.

☺ Helena 

Sonntag, 7. Januar 2018

Watersong, Wiegenlied - Rezension

Achtung - es handelt sich um den zweiten Band einer Reihe.


Informationen zum Buch
Titel: Watersong, Wiegenlied
Autorin: Amanda Hocking
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Cbt
Seitenanzahl: 320

Meine Bewertung: ★ ★ ★ ✩ ✩


Klappentext
Gemma hat sich den verführerischen Sirenen angeschlossen - und ist nun selbst eine von ihnen. Verzweifelt wehrt sie sich gegen ihre dunkle Seite, ihren tödlichen Hunger, den Sog des Meeres. Aber je länger sie mit ihren neuen "Schwestern" zusammenlebt, desto schwerer fällt es ihr, dieser Welt zu widerstehen.
Unterdessen setzt Harper alles in Bewegung, um ihre Schwester wiederzufinden. Selbst wenn es bedeutet, mit dem gefährlich attraktiven Daniel zusammenzuarbeiten ...

Meine Meinung
Nach Sternenlied, dem ersten Band der Watersong-Trilogie, war ich sehr gespannt, wie die Geschichte um Gemma und die Sirenen weiter geht.
Um ihre Familie und ihren Freund Alex zu schützen, schließt sich die 16-Jährige Gemma im ersten Band den Sirenen Penn, Lexi und Thea an.
Während sie sich daraufhin verzweifelt gegen die Begierden der Sirene in sich zu wehren versucht, setzt ihre Schwester Harper alles in Bewegung um sie zu finden.

Watersong - Wiegenlied wird aus zwei Perspektiven erzählt: der von Gemma und der von ihrer Schwester Harper. Man erfährt also nicht nur wie es Gemma ergeht, sondern auch wie ihre Familie und Freunde mit der Situation umgehen. Allerdings muss ich zugeben, dass Gemmas Denken und Handeln mich Kapitel für Kapitel mehr gestört haben. Natürlich muss man bedenken, dass sie erst 16 Jahre alt ist, aber teilweise konnte ich nur schwer nachvollziehen, was in ihr vorgeht und warum sie bestimmte Dinge tut oder nicht tut.
Dagegen hat mir Harpers Perspektive umso besser gefallen. Sie macht im Laufe des Buches meiner Meinung nach eine großartige Entwicklung durch und es hat mir sehr viel Spaß gemacht sie, Daniel, Alex und Marcy auf ihrer Suche nach Gemma zu begleiten.
Zudem hat Amanda Hocking einen schönen und flüssigen Schreibstil, der einen nahezu durch die Seiten fliegen lässt.

Fazit
Trotz einiger Schwächen dieses zweiten Bandes werde ich auch das letzte Buch der Trilogie lesen und freue mich, mich noch einmal von Amanda Hocking in den Bann ziehen lassen zu können und natürlich zu erfahren, wie das Ganze ausgehen wird. 

☺ Helena